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  • Sonderausstellung Schamanen - Jäger und Heiler Sibiriens

    bis 30. November 2022 in Siegsdorf

    Die ca. 50 Urvölker Sibiriens haben alle eine Gemeinsamkeit - den Schamanismus. Das Wort Saman bedeutet „erregter Mensch“ oder „der Wissende“. Schamanismus gründet auf dem Glauben, dass Alles einen Geist besitzt. Der Schamane vermittelt zwischen der Welt der Menschen und der Welt der Geister. Er allein kann die Welt der Geister aufsuchen, mit ihnen kommunizieren und sich sogar in sie verwandeln. Mit ihrer Unterstützung kann er wahrsagen, Jagdwild beeinflussen, Krankheiten heilen und die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits geleiten.
    Die Schamanen dieser arktischen Völker hatten also die Aufgabe, ihre Mitmenschen in einer extrem fordernden Umwelt mit neun Monaten Winter mit bis zu -70℃ zu führen. Sie waren Alleskönner. Sie jagten, fischten, bauten Zelte, Schlitten und Boote, waren nicht selten „Bürgermeister“ und kannten alle Mythen und Legenden ihres Kulturkreises. Ein Tier der Arktis – das Ren - nutzten diese Völker nicht nur als Nahrungs- und Werkstoffquelle, sondern auch als Reit- und Zugtier.
    Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und dem Neanderthal Museum Mettmann.

    Erklärtext zu den Bildern:

    Schamanische Kopfbedeckung

    Ein Schamane besaß verschiedene Kopfbedeckungen, u. a. eine einfache Stoffhaube und einen speziellen Hut mit Rentiergeweih. Sie halfen ihm, bei Ritualen Kontakt zu den Geistern aufzunehmen. Die Stoffhaube genügte bei kleineren Zeremonien, wie z.B. Vorhersagen. Der Geweihhut schützte ihn, wenn er die Seele eines Toten in die Geisterwelt führen wollte.

    Rentier und Sattel

    Rentiere spielen bereits seit der Altsteinzeit eine wichtige Rolle im Leben der Menschen in der Arktis. Das Fleisch und die Milch wurden als Nahrung, die Felle für Kleidung und Zelte, die Knochen für Werkzeuge und sogar die Sehnen als Garn verwendet.

    Für die Saamen in Nordskandinavien und für viele andere Völker in Nordasien und Nordamerika sind Rentiere die Lebensgrundlage. Die Saamen zum Beispiel halten große Rentier-Herden und ziehen mit diesen Herden durch die Berge und Wälder von Nordschweden, Nordnorwegen und Finnland. Sie leben vom Fleisch dieser Tiere. In früherer Zeit nutzten sie die Felle für Zelte und für die Kleidung. Außerdem werden die Tiere auch als Trag- und Zugtiere verwendet.

    (Quelle: www.museum-siegsdorf.de)

    Öffnungszeit: täglich 10 - 18 Uhr.